Wandern

     Alpenkranz Uri

Rundweg: Ratzi Rundweg

Ratzi- Begliberg- Obflüeweid - Gisleralp- Sidenplangg- Älpeli- Ratzi

Wanderzeit  ca. 2 Std  Neu: GoWalk beschildert


Tagesausflug mit Varianten: Schächentaler Höhenweg

Der Schächentaler Höhenweg vom Klausenpass bis zu den Eggbergen ist ein Kernstück vom Urner Alpenkranz. Vieles stimmt hier schon zum Voraus.  Verschiedene Seilbahnen, komfortable Unterkünfte und Wanderungen für jeden Geschmack. Besondes reizvoll ist die Landschaft, in der das Schächental eingebettet ist. Hohe vergletscherte Berge kontrastieren mit den sonnigen Wänden der Voralpengipfel und saftige Alpweiden stehen im herben Gegensatz zu den schroffen Nordwänden des Brunnitals

Vor dem Klausenpass bei der 'unteren Balm' (1800 m) beginnt auf der rechten Talseite der Schächentaler Höhenweg vorerst mit einer breiten Naturstrasse bis zur Alp Heidmanegg (1862m).  Dann wechselt der  Wanderweg in  leichtem  Auf und Ab durch die sonnigen Geländestrukturen bis zu den heimeligen Hütten der Alp Mettenen (1750m). Unter den eindrücklichen Felsbastionen der  Schächentaler Windgälle  passiert  der Weiterweg in landschaftlicher Vielfalt  zu „ob den Hegen“ und  weiter zum  Älpeli. Weit verstreut liegen die gepflegten Bauerngehöfte unter den Bergflanken des Schächentals, auf der gegenüberliegenden  schattigen Talseite, fallen die  gewaltig steilen Flühe der Ruchen- Windgällen- Kette gegen das tief eingeschnittene Brunnital. Mitten im Höhenweg bietet bei der Bergstation LSB - Spiringen - Ratzi, auf 1520 m das Berggasthaus Ratzi Unterkunft und Verpflegung. Unsere nächsten Orientierungen heissen  "Obflüe,  hintere und vordere Gisleralp sowie vorder Weissenboden"  (1720 m), wo beim deutlichen Taleinschnitt eine gut sichtbare Hinweistafel zwei Bergrestaurants, Edelweiß und Biel und eine Seilbahn ankünden. Über der Route liegt nun der Chinzipass der ins Muotathal weiterleitet,  ihm stehen zwei markante Gipfel zur Seite: Rossstock und Fulen. Unsere Wanderung ab Vorder Weissenboden führt gut markiert zum Ruogig (1730m, wiederum eine Seilbahnstation)  und weiter zu "Selez" hinauf zur beliebten  Feuerstelle der Schweizer Familie in die  Mulde des trägen  'Fleschseeli'. Das Seeli ist nur 0,3 ha gross und liegt 1800 m hoch.  Das im Sommer recht warme Wasser lädt ein zum Baden in Gesellschaft der Regenbogenforellen.  Der  Wanderweg Richtung Bergkreuz bietet großartige Rundumsicht: Hüenderegg heißt der Punkt und liegt  auf 1874m. Im Nordosten stehen die schroffen Felskragen der Bergkette mit dem 2461 Meter hohen Rossstock, im Osten sehen wir die sanft abfallende Sonnenterrasse des eben durchquerten Wandergebietes, im Süden schweift der Blick über das tief eingeschnittene Urner Reusstal und im Westen zu den markanten Gipfel des 2928 Meter hohen Uri Rotstocks und des 2952 Meter hohen Brunnistocks. Richtung Norden runden Ober- und Niederbauen das Panorama ab.   Der Höhenweg leitet nun abwärts nach Angelingen und dem Strässchen entlang  weiter nach den Eggbergen (1445m). Hier haben wir die Wahl der Qual. Entweder direkt mit der Luftseilbahn talwärts  Richtung Altdorf- Flüelen oder Einkehr ins Bergrestaurant Birchweid oder Seeblick.

Wanderzeit:  untere Balm- Vorder Weissenboden  4.5  Std.

                   Weissenboden- Eggberge  2.5 Std.

                   Wanderkarte Blatt Schächental

5 Stunden: Biel- Geissgrätli - Ratzi

Die faszinierende Route rund um den Gamperstock führt durch eine grossartige Karstlandschaft. Nördlich des Geissgrätlis weisen die Kalkflächen teilweise mehrere Meter tiefe Furchen und Löcher auf. Gebildet wurden sie durch die lösende Tätigkeit des Wassers.

Vom Chinzigpass (2073 m), den man von der Bergstation Biel (1620 m, Berggasthaus Biel) der Kinzig-LSB in einer Stunde erreicht, beginnt man zuerst mit einem kurzen Abstieg  gegen die Alp Chinzertal. Nach 100 m biegt rechts die blau-weiss markierte Route gegen Osten in Richtung Gamperstock ab und führt den Wanderer anfänglich etwas mühsam über verkarstetes Gelände in eine sensationelle Kalklandschaft, die ihresgleichen sucht. Weg ist keiner vorhanden, so dass mit Vorteil die nächste Markierung im Gelände ins Auge gefasst werden muss. Nördlich des Geissgrätlis wird ein ausgedehntes Karrenfeld (Karstlandschaft) überquert. Die Vielfalt der Formen ist faszinierend und zwingt förmlich zum Verweilen. Bei intensiver Sonnenbestrahlung ist das Spiel von Licht und Schatten besonders schön zu beobachten. Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie eine neue Welt aus Kleingebirgen, Spalten, messerscharfen Kanten und immer wieder Pflanzen, die sich diese unwirtliche Wildnis erobert haben! Der Gamperstock wird ohne allzu grossen Höhenverlust im Norden umgangen. Im Osten des Berges steigt man hinauf bis zum Grätli (2190 m). Wer Lust hat, kann vom Grätli den knapp 100 m höheren Gamperstock besteigen. Eine grossartige Rundsicht entschädigt für diesen Abstecher. Der Abstiegsweg führt vom Grätli an den Lawinenverbauungen oberhalb Sidenplagg vorbei gegen die Obere Gisleralp (1837m) und weiter zur Strasse bei Obflüe (1710 m). Nun steigen wir zum Berggasthaus Ratzi ab, um unseren beträchtlichen Durst zu stillen, denn auf der ganzen Route stand kein Wasser zur Verfügung. Gut beraten ist, wer genügend Flüssigkeit im Rucksack mitnimmt. Für diese Tour sind Bergschuhe erforderlich. Die Scharfkantigkeit der Kalkfelsen sollte nicht unterschätzt werden. Bei schlechtem Wetter und Nebel ist von dieser Tour abzuraten, bei gutem Herbstwetter aber ist die Umrundung des Gamperstockes ein wahrer Leckerbissen.   

Wanderzeit     Biel -  Geissgrätli -  Ratzi    5 Std.  

Alpine Route

 Tagesausflug: Klausenpass -  Balmer Grätli - Ruosalper Chulm  (2218 m) 

Direkt beim Hotel Klausenpasshöhe beginnt der Aufstieg zum Balmergrätli (2218) das man in einer guten Stunde erreicht. Über den Grat wandert man weitere 30 Minuten bis zum Tagesziel, der Ruosalper Chulm. Anschaulich zeigen sich hier verschiedenste Geländeformen und der Blick schweift nicht nur auf das Claridenmassiv sondern ebenso nach Norden auf die weitläufige Ruossalp und hinüber zu den Karstfeldern rund um den Glattalpsee. Ende September 2004  wurde dieses Wanderweg-Teilstück nördlich vom Klausenpass neu eröffnet. Der neue Panorama-Wanderweg führt vom Balmer Grätli zur Ruosalper Chulm. Die rund 1.5 km wurden in teils sehr anspruchsvollem Gelände, auf einer durchschnittlichen Höhe von 2200 M.ü.M., unter der Leitung von Tourismus Unterschächen/Klausenpass realisiert. Bei der Routenwahl wurde darauf geachtet, dass der Weg im Frühling möglichst rasch schneefrei wird. Die Route ist größtenteils auf dem Grat geführt, so dass die Bergwelt Richtung Schächental mit Clariden, Schärhorn über Gross Windgällen und bis zum Uri Rotstock als auch Richtung Norden mit einem weiten Einblick ins Muotathal bewundert werden kann. Mit der Fertigstellung dieses Abschnittes eröffnet sich dem Wanderer ein wunderbarer Rundweg: Wenn man das Hotel Klausenpass als Ausgangspunkt nimmt, so erreicht man in einer Stunde und einem Aufstieg von 400 Höhenmetern das Balmer Grätli. Weiter in Richtung Westen erreicht man in 30 Minuten über den neuen Panoramaweg die Ruosalper Chulm. Der Rundweg endet mit dem Abstieg auf die Balm und zurück zum Hotel Klausenpass und dauert total 2 Stunden.

Tagesausflug: Ratzi- Unterschächen- Wannelen - Unterschächen

Eine beliebte Wanderung ist die oberhalb Unterschächen gelegene Alp Wannelen auf 1625 m.
In 7 Minuten erreicht die 4 Personen Platz bietende Kabine der Luftseilbahn von der Ribi in Unterschächen die Alp Wannelen. Dabei kann praktisch die ganze Sonnnenseite des Schächental mit dem überblickt werden. Wannelen ist aber auch Ausgangspunkt für beliebte Halbtageswanderungen in reiner Alpenflora - und Fauna, so zum Beispiel über Nideralp, vorbei am imposanten Stäuben - Wasserfall oder über Trogenalp, Niderlammerbach, Brunnialp durch das wildromantische Brunnital nach Unterschächen. Für manche Wanderer der Urner Alpenkranzroute vom Klausenpass, Chammli, Oberalp, kommt die Luftseilbahn zur Ribi an der Klausenpass- Strasse gelegen.

Tagesausflug: Klausenpass- Chammli- Oberalp -Nideralp- Wannelen- Trogen Unterschächen

 

Ausgangspunkt dieser eindrücklichen Wanderung ist die Kapelle auf dem Klausen­pass (1948 m). Hier beginnt auf der linken Talseite der in aufwändiger Arbeit neu ausgebaute Hö­hen­weg zur Ostflanke des Brunnitals. Über Unter- und Oberstäfel, durch tief eingeschnittene Täler, über Sen­ken und Kuppen führt er wie auf einem Balkon durch den Lebensraum der Schächentaler  Älpler­familien.
 
Hinter der Kapelle am Klausenpass beginnt der linkssseitige Höhenweg, der uns über mehrere Wasserläufe und interessante Karrenfelder in ¾ Std. zur Chammlialp leitet (2049 m). Grossartig ist der weite Ausblick über das ganze Schächental bis hinunter ins Reusstal. Dann überschreiten wir die Moräne des Griess Firns, steigen über den teiweise etwas ausgesetzten Weg hinab zur Oberalp und erreichen den Felsen entlang durch steilen Zickzackweg die Nideralp. Anregend ist die Wanderung gegen die Mulde der Alp Wannelen (Luftseilbahn 1624 m) und der  gut ausgebaute Weiterweg westwärts zur Alp Trogen (1551 m). Über die neuangelegte Waldstrasse nach Nider Lammerbach gelangt man anschliessend durch den schattigen Fichtenwald zur Alp Brunnital. Auf der gegenüberliegenden Talseite liegt die aussichtsreiche Terrasse der Sitt­lisalp und wie durch ein Fenster präsentieren sich im Hintergrund des Brunnitals die gigantisch steilen Kalkmau­ern der Windgällen - Ruchenkette. Der Abstieg durchs enge Brunnital schlängelt sich durch prächtige Waldpartien und Alpweiden auf der linken Talseite bis zur Talstation der LSB- Sittlisalp und folgt dann der geteerten Strasse über Bielen hinunter zum Dorf Unterschächen. Das Postauto bringt uns bequem nach Spiringen zur Talstation der Luftseilbahn aufs Ratzi.


Wanderzeit                 5 Std. 45 Min.